Wer wird Weltmeister in St.Peter-Ording?

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Strandsegeln, die schnellste Sportart des Segelns. Die GFK-Boliden auf drei Rädern erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. 155 Piloten, wie die Segler offiziell genannt werden, starten vom 29. September bis zum 5. Oktober in Sankt Peter-Ording. Dort steigt die Weltmeisterschaft 2018 und natürlich trifft sich dort die Elite aus der ganzen Welt. Aus insgesamt 14 Nationen und drei Kontinenten kommen die Teilnehmer angereist. Die Strandsegelyachten unterscheiden sich in Größe, Bauart und Segelfläche, weshalb in 5 verschiedenen Klassen gegeneinander angetreten wird. Das Ganze findet auf 3 verschiedenen Kursen statt.

Unsere „Medaillenhoffnungen“

Der Schleswiger Sven Kraja, der in Klasse 5, der Konstrukteursklasse startet, gilt als deutsche Medallienhoffnung. Er ist national seit vielen Jahren ungeschlagen und auch international schaffte er es bereits mehrmals auf das Podium. Jetzt geht es also in der Heimat an den Start und Sven möchte sich die Krone aufsetzen. Die Chancen stehen auch nicht schlecht, im letzten Jahr konnte er sich den Titel Europameister in der Klasse Miniyacht in Irland bereits sichern. In dieser Klasse, peilt nun Sven Harder den Weltmeistertitel an. Bei der Europameisterschaft wurde er Vize-Europameister, hinter Kraja. Gerade bei den Miniyachten sind allerdings besonders die Frauen wirklich stark. Mit Barbara Starke und Gitta Steinhusen gehen die beiden ersten der vergangenen Europameisterschaft an den Start.

In der größten Segelklasse, der Klasse 2 wollen Schwachwindspezialist Kurt Wachkamp und Sturmsegler Jens Markowitz ihren Heimvorteil ausnutzen. In der Einheitsklasse ist mit Waldemar Konopka, Manfred Nielsen und Roland Hess wieder zu rechnen.

Die „Königsklasse“

Mit 38 Startern, hat die Klasse 3 das größte Teilnehmerfeld. Gleichzeitig ist sie die schnellste und wohl spektakulärste Klasse. Die Chancen auf Podiumsplätze oder sogar den Sieg stehen für Deutschland gut, denn gleich vier Teilnehmer, Arnd Mahrt ist EM-Dritter des Vorjahres, Hans-Werner Eickstädt und Arne Kelm machten bisher das perfekte Trio. In diesem Jahr kommt Roland Gäbler hinzu. Der Welt- und Europameister möchte seine Erfolge auf dem Wasser nun auch auf dem Strand liefern.

Das Anspruchsvollste Revier Europas

Das Revier in Sankt Peter gilt mit seiner 12 Kilometer langen Sandbank als eines der anspruchsvollsten in ganz Europa, denn zwischen Ebbe und Flut verändert sich keine Strecke so massiv, wie diese. Spektakuläre Rennen und atemberaubende Zweikämpfe sind in dieser Klasse garantiert, denn „mit jeder Tide kommen neue Sandbänke hinzu, fressen sich Priele plötzlich durch die Strecke, wechseln sich brettharte Piste und weicher Sand ab“ erklärt Jens Brambusch.

Am Sonntag den 30. September beginnen die Rennen am Strand von Sankt Peter-Ording.

 

Quelle der Fotos: Ulf Sommerwerck

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