MaiOR 2018 – So geht Segeln!

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Vier Tage MAIOR, vier Tage Segeln pur, vier Tage Regen, Sonne, Nebel, drehende Winde und Flaute. Kiel zeigte sich zum Regattaauftakt 2018 in allen Facetten. Nicht nur die Segler, auch die diesjährigen Preise trotzten ehemals als Stegplanken allen Wettern in der Kieler Bucht.

Den 61 Yachten vor Kiel wurde alles geboten. Nach dem Auftakt mit Flaute, folgte Nebel am zweiten Tag, der die Tonnen verbarg und selbst TV-Teams den Weg zurück in den Hafen schwer machte, über starke, aber drehende Winde am Montag bis zum Ballermann mit bis zu 40 Knoten am Abschlusstag war alles im Angebot.

So begann die Saison mit einer einzigen Wettfahrt für die ORC-Klassen am ersten Tag und endete mit einer Absage für die Einheitsklassen und ORC 1/2 am Abschlusstag, dazwischen lag ein mit vier bis fünf Wettfahrten pralles Programm.
Die Einheitsklassen J/70 und J/80 durften am Tag der Arbeit gleich im Hafen bleiben, die ORC 1/ORC2-Flotte verweigerte dann am 1. Mai auch die Arbeit. Dennoch absolvierten die Einheitsklassen sieben bis acht Wettfahrten (J/70 sieben, J/80 acht), die 13 ORC 1-/ORC 2-Yachten acht Wettfahrten und zumindest sechs der 19 ORC 3-Yachten zehn Wettfahrten.
Eine etwas gerechtere Windverteilung auf die vier Tage hätte der Maior sicherlich gut getan, aber auch so konnten die Seesegler erste Erkenntnisse sammeln und zeigten sich zufrieden.

Da die großen Schiffe der Klasse ORC 1/2 am Abschlusstag komplett nicht mehr antraten, änderte sich nichts am Gesamtsieg der „Sydbank“ mit Skipper Torsten Bastiansen (Flensburg) vor der einzigen ORC 1-Yacht  „Tutima“ von Kirsten Harmstorf-Schönwitz (Hamburg) und Max Gurgels „X-Day“ (Kiel). „Wir haben mit der Kieler Woche, der WM in Holland und der Cowes Week rund um die Isle of Wight so viel vor in dieser Saison, da wäre es Quatsch gewesen, gleich zum Saisonauftakt Ressourcen zu verschwenden“, so Kirsten Harmstorf-Schönwitz. „Wir hatten eine richtig gute Regatta, sogar besser als erwartet, nachdem wir die Crew umgestellt haben und im Training noch viel Luft nach oben war“, ergänzte die „Tutima“-Skipperin.

Nach zwei Auftaktsiegen für das Frauen-Team war es dann die „Sydbank“ (Bastiansen/Christensen), die das Geschehen beherrschte, dabei aber auch ein DNF der „Tutima“ in der siebenten Wettfahrt nutzte, um die Spitze zu erklimmen. „Wegen der Probleme mit dem Genua-Einfädler mussten wir die leider abbrechen – das hat uns den Sieg gekostet“, so Harmstorf-Schönwitz.

Im Duell der Italia 9.98-Yachten in der Klasse ORC 3 verwies Gordon Nickel (Bremen) mit der „One Spirit“ die „Immac Fram“ (Kieler Yacht-Club) von Kai Mares auf Platz zwei. Der Verzicht der „Patent 4“ (Tebbe/Klinghardt) auf die letzte Sturmwettfahrt verhinderte den Italia-Dreifach-Triumph. So nutzte Michael Mollmann mit seiner „Hansen“ (X-37) das Fernbleiben der „Patent 4“ und errang Platz drei.
„Das war tricky, schön drehig – Stollergrund bei Leichtwind at its best“, resümierte Bertil Balser, Vorsitzender der Klassenvereinigung RVS (Regattavereinigung Seesegeln). Die „Sportsfreund“, zu deren Crew Balser zählt, macht ein halbes Jahr Pause, daher segelte der Northsails-Mann nach langer Zeit wieder in der Klasse ORC 3. „So bin ich wieder da, wo ich herkomme“,  so Balser. Platz elf mit der J/97 „Qurion“ (Hauke Moje) in der Gesamtwertung ist nicht ganz das erhoffte Ergebnis.

In der J/80 führt auch 2018 kein Weg an Martin Menzner vorbei. Der Kieler beherrscht die Klasse mit seiner „Pike“ unangefochten. Sieben Siege bei acht Wettfahrten und ein dritter Platz als Streicher zeigen die Dominanz. „Wir haben sehr viel Erfahrung und sind eine eingespielte Crew“, beschreibt Menzner sein Erfolgsrezept, das bei so viel Überlegenheit in den vergangenen Jahren aber auch den Reiz reduziert. So wünscht sich der Kieler für die Saison: „Mehr Konkurrenz, damit die Spannung wieder da ist.“
Genauso souverän wurde Torsten Voss (Flensburg) mit seiner „Frida“  und sechs zweiten Plätzen Zweiter. Auf Rang drei landete Lukas Heyde. Der Laboer schwärmte natürlich von der sechsten Wettfahrt: „Durch einen Winddreher segelten wir vom vorletzten Platz auf den ersten vor und konnten unser Endergebnis so verbessern.“

Die Pressemitteilung zur MaiOR 2018.

Hier sinD die Ergebnisse der MaiOR 2018:

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